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Erstes gemeinsames Nachtangeln
Fünf Jugendliche und die Tücken der Nacht

"Durchaus eine Herausforderung" war mein erster Gedanke bezüglich des ersten Nachtangelns mit der Jugendgruppe.
Aber mindestens genauso groß war die Spannung, was wir für Fische fangen würden.
Deshalb zogen wir mit den Jugendlichen am 26.05. los zum Nachtangeln am Bärenbrucher Teich.
Schnell war das Lager für die Nacht aufgebaut, die Haken bestückt und die Bissanzeiger scharf.
Noch im Hellen, keine Stunde nach unserer Ankunft, schrillte die erste Freilaufbremse.
Jona und Max gerieten ins Forellenfieber und konnten insgesamt vier schöne Exemplare landen, bevor die Dunkelheit hereinbrach. Mit Sicherheit waren alle nervös und angespannt, doch die Pizza - von unserem Gewässerwart Sebastian Viehweger angeliefert - brachte etwas genüssliche Ruhe in das kleine Chaos.
Doch kaum war es wirklich dunkel, ein lauter Ruf nach "Hilfe". Lukas Rute, die er eigentlich gerade neu beködern wollte,
stand auf Hochspannung krumm, die Rutenspitze wiederholt am wippen. "Da ist einer dran" konnte er gerade noch
sagen, bevor der Fisch in einer gewaltigen Flucht die Schnur zum reissen brachte.
Lukas war zwar enttäuscht, doch hatte er mit Sicherheit auch dazugelernt - und gerade um solche Erfahrungswerte geht es schließlich auch. Der Rest der Gruppe baute ihn schnell wieder auf und so angelte er hochmotiviert weiter.
Was sich da an seinem Köderfisch vergangen hatte, bleibt zwar Spekulation, doch auf Grund der Kraft, die der Fisch
offensichtlich aufbrachte, schien es doch ein gutes Exemplar gewesen zu sein. Schade - aber beim nächsten Mal, Lukas !

Danach blieb es leider den Rest der Nacht ruhig und irgendwann fielen fast allen die Augen zu. Im Morgengrauen
wurde es zunehmend frischer, sodass die Karpfenliege und der dicke Schlafsack des Jugendwarts kurzfristig zum Durchgangslager für jugendliche Morgenmuffel wurde.

Nach einem leckeren Frühstück - vielen Dank dafür an Anja und Mario Guder - wurden die Angelstelle aufgeräumt,
schnell noch ein Gruppenfoto gemacht und die Sachen für den Heimweg gepackt. Alles in allem war es trotz der minimalen Fangausbeute ein toller Abend mit den Jungs am Wasser.
Vielen Dank auch an Tomasz, Steffen und Rainer, die sich mit um die Jugendlichen kümmerten und den Rücktransport
mit sicherstellten.